Geldrike 

       

 

 

 

 

 

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Der Baumberg ist seid 6800 Jahren besiedelt.

Uphoven war schon um 4800 v.Ch. bewohnt,

das ist wissenschaftlich belegt, und 4 Kilometer entfernt.

 

Erste Siedlerstelle

Hier waren die Bedingungen für eine frühe Besiedlung ähnlich gut wie in Uphoven, aber besser zu verteidigen.

 


 

Bisher stand in den Büchern:

Geldrike wird um 890 im Werdener Heberegister genannt. Zusammengesetzt ist dieser Name aus den Wörtern "Geld" = Opfer, Vergeltung, Zahlung und "Rike/Recke" = Hecke. Zu denken ist hier an den in der Nähe von Gennerich gelegenen sogenannten "Hiegenbusch" Heckenbusch oder Heckenwald.

So stand es bisher in den Büchern. Aber bei der Suche nach der Herkunft des Namens für eine frühe Siedlung am Osthang der Baumberge im Münsterland, fand ich merkwürdige Dinge.


 

Geldricus ist ein Personenname

Philipp Geldricus Friedrich, Graf von Bentheim-Steinfurt          * 1706 - 1734

 Ludwig Wilhelm Geldricus Ernst, Prince zu Bentheim und Steinfurt  * 1756  - 1817

In alter Zeit haben die Väter ihren Namen an ihre Söhne weiter gegeben,

so wäre bei dem Steinfurt Bentheimer

 Ludwig Wilhelm Geldricus Ernst , Prince zu Bentheim und Steinfurt  

 zu vermuten, das es in seiner Verwandtschaft  früher einen bekannten

Ludwig (Chlodwig ? ) einen

Wilhelm (Niederlande ? ) und einen

Geldricus (Childerich ? ) gab.

 


 

Geldrike könnte ein Hinweis auf Childerich I.  sein. 

In der plattdeutschen Sprache gibt es einige Worte die werden anders ausgesprochen als in der hochdeutschen Sprache. So wird der Name Gertrud nicht Gertrud sondern wie - Chertrud - gesprochen. Da es in der plattdeutschen Sprache keine Rechtschreibregeln gibt, sollte man die alten Begriffe so schreiben wie man sie spricht. So sehe ich immer wieder an Ortsausgangs Schildern  zusätzliche Schilder auf denen steht Guot Gaohn. In dem Sprachbereich um Münster wird aber Chuot Choahn gesprochen.  Mir ist sehr wohl bewusst das es viele Sprachvarianten  gibt, die von Ort zu Ort unterschiedlich sein können.  Wenn man Geldrike vorn mit Ch statt G schreiben würde, nämlich so wie man ihn hier im plattdeutschen spricht, dann wäre der Personenname Cheldrike. Cheldrike wird bei Arthus als ein Herzog aus Westphalen benannt. Natürlich ist das nur eine Sage. Aber warum schreiben die Engländer den Namen des Childerich mit - e - nämlich Cheldrike? könnte man fragen. Bei den Briten sind allerdings einige Worte mit - e - geschrieben, die - i - gesprochen werden. z.B. Beat beef before begin belong Peter Dream Cheese cheek clean clear deal usw.  Da liegt es doch nahe, das der Schreiber im Kloster Werden bei Essen, so wie der Gründer der hl. Ludgerus, in England studiert hat und Childeric hörte aber Geldrike schrieb. Herr Förstemann schrieb, das die Buchstaben Ch und K sowie K und G häufig miteinander vertauscht worden sind.

Cheldrike

In der Zeit vor 890 n. Ch. befanden sich die Äcker in Hanglage. Die fast ebenen Weideflächen wurden als Allmende bewirtschaftet. Das heißt die Eigenbehörigen (Leibeigene) hüteten das Vieh in dem Bereich am Fuße der Baumberge. Dort wechselten sich Wald Heide und Sumpf ab. Diese fast ebenen sehr großen Flächen, waren durch viele Hecken und Wälder unterteilt, und hatten eine Gesamtgröße von cirka 10 mal 3 bis 4 Kilometern.  Bei den Wasserläufen waren Wehre eingebaut, damit die Flächen unter Wasser gesetzt werden konnten.  Wer die Wiesen und Weiden unter Wasser setzte, konnte anschließend mit besserem Wachstum rechnen. Wenn dann wieder mal die Römer oder später die Franken, in der Nähe waren, wurden die Wehre geschlossen, und die Wiesen und Weiden, waren wie ein See, ein fast unüberwindbares Hindernis. Fast Niemand macht sich bewusst, dass seid 9 n. Ch. immer wieder versucht wurde die Menschen die hier lebten zu unterwerfen. Zuerst die Römer bis cirka 380 n. Ch. Dann die Römer mit dem Ziel die Menschen zu missionieren. Das System blieb gleich, Waffengewalt. Die Besiegten konnten frei entscheiden, Taufe oder Tod. 800 Jahre Krieg, bis Karl der Große endlich die Heiden bekehrte.

Die Gemeindeflächen wurden erst im neunzehnten Jahrhundert aufgeteilt. Es sind keine Hinweise zu finden die auf Verpachtung von Hecken aus der Zeit vor 890 n. Ch. hindeuten.

Arthus

Sicher ist das nur eine Sage, aber die Sachsen waren tatsächlich in der passenden Zeit in Britanien, cirka 450 n.Ch. In der Sage wird neben anderen führenden Kriegern ein Herzog aus Westfalen, mit Namen Cheldrike, genannt. Aber die Briten sprechen diesen Namen ja anders aus als wir. Die sprechen das  - e - wie ein  - i -  und sagen Childrike. 

Von 450 n.Ch. bis 890 n. Ch. war genügend Zeit, um einen Ort nach einem führenden Krieger und Helden zu benennen. In der lateinischen Sprache fand ich den Namen Ludwig Wilhelm Geldricus zu Steinfurt Bentheim, er war um 1800 der Fürst in Steinfurt.

Childerich I.

In vielen Büchern findet man die Geschichte des Childerich I. der König von Austrasien (Ostfranken) ein Merowinger, ein Verwalter der Römer, er lebte von ca. 430 bis 481. Aus Gründen die nicht eindeutig zu klären sind, musste er in die Verbannung, er ging dorthin wo seine Verwandten wohnten, Richtung Osten. Zur Zeit der Völkerwanderung wurden einige Wohnsitze gewechselt. Die Thüringer waren mit ihrem König Bisinus noch Westen ausgewichen, zu der Zeit reichte das thüringische Reich als Folge der Völkerwanderung bis an den Rhein. 7 - 8 Jahre später kehrte Childerich I. nach Tournai zurück, und wurde wieder als König ?(Verwalter von Austrasien) eingesetzt. Im Jahr 1653 fand man in Tournai sein Grab, es enthielt viele wertvolle Grabbeigaben. Durch einen Siegelring mit einem stilisierten Porträt und der Umschrift CHILDERICI REGIS konnte das Grab eindeutig zugeordnet werden.

Basina

In Thüringen, schrieben bisher viele Forscher, hatte er Basina, die Frau oder die Tochter oder nahe Verwandte (hier sind sich die Gelehrten noch nicht einig) seines Gastgebers Bisinus kennen gelernt. Bisher ist den alten Flurnamen nur gelegentlich Aufmerksamkeit gewidmet worden. Es war noch nicht sehr bekannt,  das Flurnamen auch aussagen können.

Childerich war nach Osten gegangen, dorthin wo er seine Verwandten vermutete. Und dort befindet sich noch heute der kleine Ort den man früher Basinseli  (das Haus der Basina) nannte, aufgeschrieben vor 890 n.Ch. in einem Heberegister des Klosters Werden bei Essen, gestiftet vom hl. Ludgerus.

Als Childerich wieder als König (Verwalter) der Franken eingesetzt war, folgte ihm Basina von Basinseli bis nach Tournay in Belgien. Sie heirateten und bekamen einen Sohn mit Namen Chlodwig und zwei Töchter, Audofleda und Lantechild. Tournay war zu der Zeit der Verwaltungssitz von Childerich I. Wenn man den Forschern glauben kann, war

Childerich I. war ein Sugamber oder Sigambrer.  

Der kleine Ort Geldrike ist cirka 400 Kilometer entfernt. Zu damaliger Zeit war das eine Entfernung von cirka 10 - 12 Tagesritten. Es wäre also durchaus möglich das Childerich der Frankenkönig sich 8 Jahre in Geldrike im Bereich des  Thüringer Königs Bisinus aufgehalten hat. Und dort lernte er auch seine spätere Frau Basina kennen. Der Name des 10 Kilometer entfernt liegenden Ortes deutet darauf hin das hier einmal jemand Basina hieß. Heute heißt dieser Ort Bösensell, und ist ein Ortsteil von Senden in Westfalen. (siehe Basinseli)


 

So könnte die Bebauung gewesen sein.

 

Vor 6800 Jahren

An dieser Stelle ist der Hang besonders steil, (für hiesige Verhältnisse)

erster Entwurf

...erzählte, das Haus sah so ähnlich aus wie die Kolvenburg.

Giebel nach Süden ?

Das Haus stand wahrscheinlich quer auf der Insel.

So könnte es gewesen sein.

...nach einigen Stunden des Recherchierens.....

 


 

In vielen Nachbarorten gibt es Hinweise auf die Wohnungen der Geistlichen,

fast immer waren diese Häuser von Gräften (Wassergräben) umgeben.     

 

Graefte und Grundflaeche Kaiserswerth

wahrscheinlich die erste Siedlungstelle um cirka 4800 vor Christi Geburt

Und wie groß war die Burg?

Karte von Havekesbeke

Urkataster - Kaiser Hof und Kaiser Quelle

          


Die älteste Burg in dem Ort Geldrike wurde von den alten Leuten Kaiserswerth genannt. Werth ist eine Anlage von Wasser umgeben. Eine Erklärung für diese alte Bezeichnung wäre, das die Franken um 770 - 800 hier schon eine befestigte Burg vorfanden, und diese wurde natürlich von der Führung genutzt.

Karl der Große in Geldrike. ?

In alten Unterlagen des Schulten von Havixbeck finden sich die Bezeichnungen Reginenborg oder in Niederdeutsch (Plattdeutsch) dat Sclott - Schlordt - Scloet = das Schloss. Der Begriff Reginenborg deutet auf Regentin (Königin) hin, aber es gab auch die Frau von Wichmann III. eine Verwandte der Cappenberger Familie und des Königs Otto I. mit Namen Reginmod oder Reinmod. Diese Reginmuod stiftete nach dem Tod ihres Mannes (06.10.1016) sieben Kirchen, und zwar in Varlar, Appelhülsen, Bentlage, Coerde, Handorf, Ichter (Nordkirchen-Capelle) Uentrup.

 


 

1016  Wichmann der Dritte

Graf und verwandt mit Kaiser Otto III. wird ermordet.

Reginmod, seine Witwe stiftet sieben Kirchen um 1020 n. Ch.

und:  im ganzen Fürstbistum Münster gibt es das Erbrecht für zwei  Kirchenvorstände 

 nur in Havixbeck

 


 

König Heinrich III. in Geldrike ?

Am 29.12.1040 wird in Münster die Überwasser Kirche feierlich eingeweiht, anwesend viele Fürsten und Bischöfe mit ihren Begleitern. Auch der Bischof von Bamberg, Suitger von Morsleben, wurde 1046 Papst Clemens II.  in Rom. 

1046 wird König Heinrich III. vom Papst zum Kaiser gekrönt.

Wenn der König Heinrich der Dritte in Geldrike gewohnt hat, in der Zeit als er in Mimigernefort zu tun hatte, dann wäre auch der Name Kaiserswerth für die erste Burg die in Geldrike errichtet wurde zu verstehen.


 

Aus Geldrike wird Havekesbeke 1137

900     Ein Hof in Geldrike wurde dem Bischof von Münster, von einem - Wigger und seiner Frau - geschenkt.

1040   übergibt Bischof Hermann (ein Verwandter des Wichmann) einen Hof an das Kloster St. Marien Überwasser zu Münster.

1137   wird dieser Ort ohne besondere Hinweise Havekesbeke (und ähnliche Schreibvarianten) benannt.

           Warum?                 

Es wird eine politische Entscheidung gewesen sein. 

 


 

Geldrike - Gennerich - Dorf - Dorfbauernschaft - bewußt manipuliert?

 Die Bezeichnung Geldrike hat sich im Laufe der Zeit über mehrere Varianten zu Gennerich verändert.

 

1498 werden in einem Register des Hochstiftes Münster - Havixbeck und die anderen Bauernschaften aufgelistet, ohne Gennerich.

1499 werden in einem Register des Hochstiftes Münster - Havixbeck und die anderen Bauernschaften aufgelistet, auch Gennerich.

1499 wurde bewußt die Dorfbauernschaft und das Dorf getrennt aufgeschrieben.

 

Im Münsterland.

In 35 Gemeinden rund um Havixbeck im Münsterland gibt es sogenannte Dorfbauernschaften. Das ist im Normalfall, der Bereich des Dorfkerns. Um diesen Kernbereich befinden sich weitere Bauernschaften. In Havixbeck wird nicht "die Dorfbauernschaft" sondern ab 1499 Gennerich in den Listen des Bistums geführt, hier wurde also der Hinweis auf Geldrike und damit auf Childerich (eventuell bewußt) überschrieben.

Dorfbauernschaften im Münsterland

Diestedde Ennigerloh Herzfeld Sünninghausen Vorhelm Wadersloh Dingden Heiden Laer Wettringen Buldern Hiddingsel Lette Osterwick Ottmarsbocholt Selm Senden Südkirchen Walstedde Albersloh Bösensell Handorf Hiltrup Nienberge Roxel Saerbeck Westbevern Lienen Einen Füchtorf Greffen Hoetmar Ostbevern Ostenfelde Westkirchen,

Eine Schlußfolgerung könnte dann sein, wo es bestehende Dorfbauernschaften gibt, ist am alten Namen nicht manipuliert worden.

 

 

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Stand: 20. Mai 2010