|
Von den
Niederlanden ins Muensterland
Die Berkel als
Wegweiser von Austrasien zu den Baumbergen
...so oder so aehnlich sah das erste Haus in Havixbeck aus... ...die alten Leute erzaehlten: Es sah so aehnlich aus wie die Kolvenburg... ...man stellt sich eine Burg anders vor... ...1000 Jahre Leibeigenschaft, und nun, nichts, kein Schild, kein Archiv, nichts
...so oder so aehnlich sah das erste Haus in Havixbeck aus...
von etwa 450 n. Ch. bis 1137 n. Ch. hieß
dieser Ort
Geldrike
ab 1137 dann
Havixbeck
Wahrscheinlich eine Variante von Childerich
(franz. Childeric),
dem Vater von Clodwig I. (franz. Clovis I.)
Nach 1137 wurde Havechisbeche
Havekesbeke und Varianten
geschrieben.
Vor 890 n. Ch. wurde
im Kloster Werden aufgeschrieben unter A2:
INCIPIT DE MINISTERIO AD LIUDINGHUSON
In Geldrike Se decem mod ordej & se decem alfitæ. =
In dem Ort Geldrike
werden 10% gezahlt.
In Nordthorpe [Liudico] Uigindi quator .....
= In Natrup zahlt Liudico ...
In Tilbekj [Albred] unum kornscitt .....
= In Tilbeck zahlt Albred ....
In Basinseli [Thiatleb] Sedecim mod .....
= In Boesensell zahlt Thiatleb....
In Bredenbeki [Folcke] Unum siclum .....
= In Bredenbeck zahlt Folcke.... usw.
Wenn der Name Geldrike eine Variante von Childerich ist,
dann waere der Name ein
schriftlicher Hinweis auf das Alter
der Gemeinde Havixbeck,
denn Childerich lebte von ca. 430 bis 481 n. Ch.
Die Baumberge
sind seid
ca. 7000
Jahren besiedelt.
Uphoven, Bauernschaft in
Nottuln, war schon um 4800 v.Ch.
bewohnt,
das ist wissenschaftlich belegt, und 4 Kilometer entfernt.
Hier in Geldrike, waren die Bedingungen
für eine fruehe Besiedlung
aehnlich gut wie in Uphoven, ein steiler Hang, eine Quelle
auf dem Grundstueck,
jedoch deutlich besser zu
verteidigen.
Die Groeße der Anlage laesst auf ein hohes Alter schließen Die Graeftenanlage in Geldrike Urkartaster 1828 Kaiserswerth
Urkataster 1828 gesaeubert
Die Groeße der Anlage laesst auf ein hohes Alter schließen
Bisher stand in den Buechern:
Geldrike wird um 890 im Werdener Heberegister genannt. Zusammengesetzt ist
dieser Name aus den Worten "Geld" = Opfer, Vergeltung, Zahlung und "Rike/Recke"
= Hecke. Zu denken ist hier an den in Gennerich gelegenen
sogenannten "Hiegenbusch" Heckenbusch oder Heckenwald.
Geld zu zahlen fuer den Kauf
oder die Pacht einer Hecke, ja vielleicht um 1500, aber ganz sicher nicht um 890 n.Ch. Und danach wird ein Ort benannt, es ist schon fast lustig.
Geldrike Jeldrick
Cheldrike
geldrice
mit c statt k
ist die geldrische Sprache
Geldrich
(Geldricus)
ist ein
Personenname
Philipp Geldricus Friedrich, Graf von
Bentheim-Steinfurt * 1706 - 1734
Ludwig
Wilhelm Geldricus Ernst, Prince zu Bentheim und
Steinfurt * 1756 - 1817
----
In alter Zeit haben die Vaeter
ihren Namen an ihre Soehne und Enkel weiter gegeben, so waere bei dem
Steinfurt
Bentheimer Ludwig
Wilhelm Geldricus Ernst , Prince zu Bentheim und
Steinfurt
zu vermuten, das es in
seiner Verwandtschaft frueher einen sehr bekannten
Ludwig (Chlodwig,
Clovis ) einen
Wilhelm (Niederlande ? ) und
einen
Geldricus, Chelderic, Childeric
Childrich
gab.
Ludwig
Wilhelm Geldrich deutet sehr stark auf Verwandtschaft der
Steinfurter
mit der
Koenigsfamilie um Childerich (Geldrike) und Chlodwig (Ludwig) seinem Sohn.
Die
Merowinger herrschten von cirka 450 n. Ch. bis in die Zeit von Karl dem Großen.
Auch
wenn sie dann nicht mehr regierten, den Besitz den sie bis
dahin
erworben hatten, den werden sie auch weiterhin vererbt haben.
Familien
Fideikommisse
(Vertraege ueber Erb Bestimmungen waren dort sehr hilfreich.)
Aufgehoben wurden diese Fideikommisse im 20. Jahrhundert
...... zu den Namen
bevor lateinisch geschrieben wurde.
Warum wird ein Wort
anders gesprochen als geschrieben?
z.B. wird
im fraenkischen (franzoesischen) Sprachraum Hengist wie Angist gesprochen?
und im britischen Sprachraum
Peter wie Pieter oder Lewis wird Louis gesprochen?
im niederlaendischen
Sprachraum wird Geldrike wie Cheldrike gesprochen?
und bei uns ? im
Muensterland ? hinter einem Dorf
Guot Goahn
hinter dem naechsten Chuot Choahn.
In der niederdeutschen (plattdeutschen) Sprache gibt es einige Worte die werden anders
ausgesprochen als wir es in der hochdeutschen Sprache gewohnt sind. So wird der Name Gertrud nicht
Gertrud sondern wie - Chertrud - (das ch deutlich betont) gesprochen. Da es in der plattdeutschen Sprache
keine Rechtschreibregeln gibt, sollte man die alten Begriffe so schreiben wie
man sie spricht. So sehe ich immer wieder an Ortsausgaengen Schilder auf denen steht Guot Gaohn. In dem Sprachbereich um Muenster
wird aber häufig Chuot Choahn gesprochen. Mir ist sehr wohl bewußt das es viele Sprachvarianten
gibt, die von Ort zu Ort unterschiedlich sein koennen. Wenn man Geldrike vorn mit Ch statt G schreiben wuerde, naemlich so wie man ihn
hier im plattdeutschen spricht, dann waere der Personenname Cheldrike. Cheldrike
wird bei Arthus als ein Herzog aus Westphalen benannt. Natuerlich ist das nur
eine Sage. Aber warum schreiben die Englaender den Namen des Childerich mit - e -
naemlich Cheldrike? koennte man fragen. Bei den Briten sind allerdings einige
Worte mit - e - geschrieben, die - i - gesprochen werden.
z.B.
Beat beef before
begin belong Peter Dream Cheese cheek clean clear deal usw.
Da liegt es doch nahe, das der Schreiber im Kloster Werden bei Essen, so wie
der Gruender der hl. Ludgerus, in England studiert hat und Cheldrice hoerte aber Geldrike schrieb. Herr Professor Dr. Förstemann schrieb, das die Buchstaben Ch und
G sowie G und K haeufig, wegen der Aussprache,
miteinander vertauscht worden sind.
Wie waren die Lebensbedingungen um 800 n. Ch. ?
In der Zeit vor 890 n. Ch. befanden sich die
Aecker in
Hanglage. Die fast ebenen Weideflaechen wurden als Allmende bewirtschaftet. Das heißt die Eigenbehoerigen (Leibeigene) hueteten das Vieh in dem Bereich am Fuße der
Baumberge. Dort wechselten sich Wald Heide und Sumpf ab. Diese fast ebenen sehr
großen Flaechen, waren durch viele Hecken und Waelder unterteilt, und hatten eine
Gesamtgröße von cirka 10 mal 3 - 4
Kilometern. An den Wasserlaeufen waren Wehre eingebaut, damit die Flaechen
unter Wasser gesetzt werden konnten. Wer die Wiesen und Weiden unter
Wasser setzte, konnte anschließend mit besserem Wachstum rechnen. Wenn dann
wieder mal die Roemer oder spaeter die Franken, in der Naehe waren, wurden die
Wehre geschlossen, und die Wiesen und Weiden, waren wie ein Seen, ein fast unueberwindbares
Hindernis. Fast Niemand macht sich bewusst, dass seid 9 n. Ch. immer wieder
versucht wurde die Menschen die hier lebten zu unterwerfen. Zuerst die Roemer bis
cirka 380 n. Ch. Danach die Roemer mit dem Ziel die Menschen zu missionieren. Das
System blieb gleich, Waffengewalt. Die Sieger stellten die Besiegten vor die
Wahl, Taufe
oder Tod. 800 Jahre Krieg, bis Karl der Große endlich die Heiden bekehrte.
Die
Gemeindeflaechen wurden erst im neunzehnten Jahrhundert aufgeteilt.
Es sind
keine Hinweise
zu finden, die auf Verpachtung von Hecken aus der Zeit vor 890 n. Ch.
hindeuten.
Childerich I.
In vielen Buechern findet man die Geschichte des Childerich I. dem Koenig von Austrasien (Ostfranken) ein Merowinger, ein Verwalter der Roemer, er lebte von
ca. 430 bis 481. Aus Gruenden die nicht eindeutig zu klaeren sind, musste er in
die Verbannung, sagen die Gelehrten.
Genau zu der Zeit wurden die Sachsen von
den Britten um Hilfe ersucht.
Die Roemer hatten die britischen Inseln verlassen,
und die Wikinger waren recht aktiv. Vielleicht ging er nach England, allerdings
koennte er auch in seine Heimat gegangen sein. Nehmen wir einmal an, die Sugambrer haetten
auch im Muensterland an einem Huegel gewohnt.
Zur
Zeit der Voelkerwanderung wurden einige Wohnsitze gewechselt. Die Thueringer waren
mit ihrem Koenig Bisinus noch Westen ausgewichen, zu der Zeit reichte das
thueringische Reich als Folge der Voelkerwanderung bis an den Rhein.
7 - 8 Jahre
spaeter kehrte Childerich I. nach Tournai (Doornick) zurueck, und wurde wieder als Koenig? (Verwalter von Austrasien) eingesetzt.
Im Jahr 1653 fand man in Tournai sein
Grab, es enthielt viele wertvolle Grabbeigaben. Durch einen Siegelring mit einem
stilisierten Portraet und der Umschrift CHILDERICI REGIS konnte das Grab
eindeutig zugeordnet werden.
Basina
In Thueringen, schrieben bisher
viele Forscher, hatte er Basina, die Frau oder die Tochter oder nahe Verwandte
(hier sind sich die Gelehrten noch nicht einig) seines Gastgebers des Thueringer
Koenig Bisinus kennen
gelernt. Bisher ist den alten Flurnamen nur gelegentlich Aufmerksamkeit gewidmet
worden. Es war nicht sehr bekannt, das Flurnamen auch aussagen
koennen.
Childerich war also nach Osten gegangen, dorthin wo er seine Verwandten
vermutete. Und dort befindet sich noch heute der kleine Ort den man frueher Basinseli (= das herrschaftliche Haus der Basina) nannte, aufgeschrieben vor 890 n.Ch. in
einem Heberegister des Klosters Werden bei Essen, gestiftet vom hl. Ludgerus.
Als Childerich wieder als Koenig (Verwalter) der Franken eingesetzt war,
folgte ihm Basina von Basinseli bis nach Tournay in Belgien. Sie heirateten und
bekamen einen Sohn mit Namen Chlodwig und zwei oder drei Toechter, Audofleda und Lantechild.
Tournai war zu der Zeit der Verwaltungssitz von Childerich I. Wenn man den
Forschern glauben kann, war
Childerich I. ein Sugamber oder Sigambrer.
Der kleine Ort Geldrike ist cirka 400 Kilometer
von Tournay entfernt. Zu damaliger Zeit
war das eine Entfernung von cirka 10 - 12 Tagesritten. Es waere also durchaus
moeglich das Childerich der Frankenkoenig sich 8 Jahre in Geldrike im Bereich des
Thueringer Koenigs Bisinus aufgehalten hat. Und dort lernte er auch seine spaetere
Frau Basina kennen. Der Name des 10 Kilometer entfernt liegenden Ortes deutet
darauf hin das hier einmal jemand Basina hieß. Heute heißt dieser Ort Bösensell,
und ist ein Ortsteil von Senden in
Westfalen. (siehe Basinseli)
Was ist denn
anders in Havixbeck ?
890 - 1369
zu der Zeit wurde auch in Geldrike weiter gelebt.
Die Verwandten von Childerich
und Chlodwig ließen ihre
ererbten Gueter weiter bewirtschaften.
Wichmann III. aus Vreden war
Vogt von Borghorst, Metelen,
Vreden und wahrscheinlich
auch des Bischofs von Muenster.
Seine Nachfolger als Voegte
kamen aus seinem Verwandtenkreis,
Steinfurter, Tecklenburger, Ravensberger,
Gemener.
1016
Graf Wichmann III.
verwandt mit
dem Koenigshaus, wird ermordet.
1020 - 1022
Seine Witwe Reginmod und ihre Tochter Frederuna,
stiften
sieben Kirchen im Muensterland.
Im ganzen Fuerstbistum Münster gibt es
das Recht,
das Amt des
Kirchenvorstandes zu vererben nur in
Havixbeck.
König Heinrich III. in
Geldrike ?
Am 29.12.1040 wird in Muenster die
Ueberwasser Kirche
feierlich eingeweiht, anwesend sind viele Fuersten und Bischoefe mit ihren Begleitern.
Auch der Bischof von Bamberg,
Suitger von Morsleben,
er wurde 1046 Papst Clemens II. in Rom.

1046 wird Koenig Heinrich III.
vom Papst Clemens II. zum Kaiser gekroent.
Wenn der Koenig Heinrich der
Dritte bei seinen Verwandten in Geldrike gewohnt hat,
in der Zeit als er in Mimigernefort zu tun
hatte, dann waere auch der Name
Kaiserswerth oder Kaiser Hof für die erste Burg die in Geldrike
errichtet wurde zu verstehen.
Aus Geldrike wird Havekesbeke
900 Ein Hof in Geldrike
wurde dem Bischof von
Muenster, von einem - Wigger und seiner Frau Gerberga- geschenkt.
1040
uebergibt Bischof Hermann (Verwandter des Wigger - Wieger Wicherii Wichmann ?? )
einen oder den Hof an das Kloster St. Marien
Ueberwasser zu
Münster.
1137 wird dieser Ort Havekesbeke
Haukesberge Havichesbeck usw. benannt.
Warum? Es wird eine politische
Entscheidung gewesen sein.
Wohnungen der Geistlichen,
von Graeften (Wassergraeben) umgeben.
Die erste Siedlerstelle in Boesensell ...auch in Albachten eine Graeftenalage... ...in Holthausen eine Graefte im Dorf... ...Nienberge = zwei Graeftenanlagen... geistlich und weltlich ...immer noch gut erhalten... Appelhuelsen zwei Graeften
Der Ort wird 890 benannt als Basinseli, das ist das herschaftliche Haus der Basina vor 890 wurde im Werdener Urbar geschrieben - Albeki - Die Nonnen aus Muenster Ueberwasser waren im Sommer gern hier.
Graefte um die Wohnung der Geistlichkeit... Auch hier wurde eine der sieben Kirchen, von der Witwe des Wichmann III. gestiftet
Die erste Siedlerstelle in Boesensell
Der Ort wird 890 benannt als Basinseli, das ist das herschaftliche Haus der Basina
Im Münsterland.
In 35 Gemeinden rund um Havixbeck im Muensterland gibt es sogenannte
Dorfbauernschaften. Das ist im Normalfall, der Bereich des Dorfkerns. Um diesen Kernbereich
befinden sich weitere Bauernschaften. In Havixbeck wird nicht "die
Dorfbauernschaft" sondern ab 1499 Gennerich in den Listen des Bistums geführt, hier
wurde also der Hinweis auf Geldrike und damit auf Childerich (eventuell bewußt)
ueberschrieben.
Dorfbauernschaften
im
Muensterland
Diestedde Ennigerloh Herzfeld Suenninghausen
Vorhelm Wadersloh Dingden Heiden Laer Wettringen Buldern Hiddingsel Lette
Osterwick Ottmarsbocholt Selm Senden Suedkirchen Walstedde Albersloh Boesensell
Handorf Hiltrup Nienberge Roxel Saerbeck Westbevern Lienen Einen Fuechtorf Greffen
Hoetmar Ostbevern Ostenfelde Westkirchen,
Eine
Schlußfolgerung koennte dann sein, wo es
bestehende Dorfbauernschaften gibt, ist am alten Namen nicht manipuliert worden.
Havixbeck
Aus Geldrike wird Gennerich - die Dorfbauerschaft Der Schultenhof im Dorf Havixbeck So aehnlich koennte es in Geldrike gewesen sein. ...bis ins 19te Jahrhundert Almende...
Als Kind habe ich auf dem Blick an einem großen Steinhaufen gespielt. (1910 - Reste der Windmuehle) und dieser Ort wird um 1137 - das ist 120 Jahre nach dem Tod von Wichmann III. - Havekesbeke genannt - warum ??
Vielleicht weil Childerich I. sich nicht taufen ließ.
Interessant ist der Grundriss des großen Gebaeudes.
In dem Bereich Vreden und Niederlande findet man haeufig Gebaeude die nach aehnlichen Plaenen gebaut wurden. Vieleicht wurde die erste Kirche in Geldrike auf dem Platz gebaut an dem frueher die Toten beigesetzt wurden. Ein Baumsarg wurde ca. 5-10 Meter neben der heutigen Kirche im Jahr 1991 gefunden. Am Osthang der Baumberge, die gemeinsam genutzten Flaechen, die auch sehr gut unter Wasser zu setzen waren. Sehr interessant für Forscher ist Schapdetten, Patronat des hl. Bonifatius dem Gruender des Klosters in Fulda.
Als Kind habe ich auf dem Blick an einem großen Steinhaufen gespielt. (1910 - Reste der Windmuehle)
Auf der Wenge (neben der ehemaligen Burg) wurden
Steinwerkzeuge gefunden, aber nicht weiter gegeben.
Im Jahr 1991 wurde in Havixbeck ein Baumsarg in
der Nähe der katholischen Kirche gefunden, es wird erzaehlt
der Sarg waere aus der
Zeit um 1000 v. Ch. aber das wurde erzaehlt, und wie man weiß
kann das stimmen, muss es aber nicht.
Wasser und Wehre in Havixbeck.
Tja, wenn in Havixbeck von
Archäologen gegraben werden dürfte, .....
|